Server und Accounts und Mailprogramme oder: Was ist E-Mail?

Huhu,

Hier die berühmte POSTFACH-ANALOGIE: nur mal zur Verdeutlichung, was E-Mail eigentlich ist.

E-Mail wird verständlich, wenn man sich vor Augen führt, dass das System die REALE, WIRKLICHE POST mit dem Postboten und dem Briefkasten so genau wie möglich nachstellen wollte.

Das Postfach oder die Mailbox IST der Briefkasten (engl: mailbox).

Es ist einfach die Stelle, wo die Briefe rein- und rausgehen, zb: „vorname.nachname@postfach.land“

Im Digitalen ist das ein Verzeichnis in einem Riesencomputer, den die Server-Firma bzw der ISP (Internet Service Provider) betreibt.

Das Programm, das Du startest, um die Briefe aus dem Postfach zu holen, IST der Briefträger. Ob es „App“ oder „Programm“, Outlook, Thunderbird oder Firefox-mit-GMX-Webseite heißt, ist dem Postfach total egal. Wenn das Programm kommt und bei der richtigen Nummer den richtigen Schlüssel einsteckt, geht das Postfach auf. Darum können wir auch mehrere Programme nutzen – die gehen alle zum gleichen Postfach.

Das Passwort ist in diesem Vergleich einfach der Schlüssel zum Postfach.

Es gibt Firmen, die stellen ein Mail-Programm UND ein Postfach her. Microsoft mit seinem Outlook zum Beispiel.

Andere Dienste sagen, uns gibts nur als Internet-Seite: WEB.DE zum Beispiel. Man nutzt dann nur Firefox oder Google Chrome als Programm und nutzt die Webseite als E-Mail-Client.

Trotzdem ist die Logik immer dieselbe: Du brauchst ein Programm, das ZWEI Daten hat: Passwort und Postfach-Name (oder Nummer), dann funzt alles.

Die Server-Einstellungen variieren manchmal, aus Sicherheitsgründen. Man kann verschlüsseln, diverse Eingänge zum Postamt nutzen (Server-Ports) und heutzutage wollen manche Firmen ganz besondere Standards einsetzen. Googles GMAIL zum Beispiel arbeitet nicht mit Thunderbird. Das sind dann alles Anforderungen an den Postboten, als ob man dem sagen würde: „Ohne Abitur dürfen Sie hier nicht rein…!“

Es gibt noch die Extra-Situation: Du hast mehrere Briefkästen bei mehreren Server-Firmen oder Postämtern.

Du bist mit Deinem einen Postfach bei GMX, bei einem anderen bei WEB.DE, bei OUTLOOK.COM oder weißgottwo.

Das sind dann alles einfach Briefkästen.

Outlook 365 verkompliziert das Ganze noch, weil es einen Microsoft-Account mit dem Ganzen verbindet, der auch noch einen „Account“ anlegt. Trotzdem ist es im Wesentlichen ein „normaler“ Briefträger. Da Microsoft alles im Netz erledigt, arbeitet Outlook 365 allerdings nicht nur bei DIR auf dem Computer, sondern auch noch als Internet-Version: da liegt dann alles doppelt rum, bei Microsoft und bei Dir.

Das ist, als ob man den Postboten klonen würde und er doppelt rumläuft und alles zweimal macht.

Wenn Du auf verschiedenen Geräten mit verschiedenen Programmen arbeitest, ist JEDES dieser Programme ein Postbote, der mit einer Kopie Deiner Mails durch die Gegend rennt.

Das ist eigentlich alles: das ist E-Mail.