Was sind eigentlich ZIP-Dateien?

ZIP-Dateien sind komprimierte Dateien.

Viele Daten kann man platzsparend zusammenfassen. Programme, die das können, heißen landläufig „ZIP“-Programme. Das Ergebnis der Arbeit solcher Programme ist, dass

– eine Datei weniger Platz braucht, sich aber trotzdem sicher speichern lässt

– Durchs Internet mehr Information bei weniger Platzbedarf und schnellerer Übertragungszeit geschickt werden kann

– mehrere Dateien zu einer einzigen zusammengefasst werden können.

Man nennt den Vorgang Kompression, Zipping oder Crunching.

Bekannte Programme dafür sind: „Winzip“, „7zip“.

Komprimierte Dateien erkennt man am Nachnamen: die letzte Endung des Dateinamens hinter dem Punkt heißt dann:

*.zip
*.arj
*.rar

Moderne Zip-Programme können mit all diesen Dateitypen problemlos umgehen.

Die Technik gilt als sehr zuverlässig, sogar ganze Laufwerke können „gezippt“ werden.

Das Problem: SOLCHEN DATEIEN SIEHT MAN NICHT AN, WAS DRIN IST!

Eben deshalb, weil man ALLES zippen kann, verschicken Kriminelle gern Schad-Software als ZIP Datei. Der interessierte User klickt sie an, sofort wird ein Programm ausgeführt, das Schäden anrichtet oder den Rechner infiziert.

Faustregel ist daher: klicken Sie Mail-Attachments nicht einfach an, dadurch kann ein Befehl ausgeführt werden. Bei ZIP Dateien von sollten Sie NIE „einfach so“ draufklicken.

Kriminelle geben sich als Ihre Bank, einer Ihrer Bekannten, als Software-Konzerne oder sogar als Behörden aus. Ganz grundsätzlcih gilt auch hier: lassen Sie sich nicht erschrecken oder verlocken.

Eine sehr gute Angewohnheit ist es, ZIP Dateien nur verschlüsselt (Kennwort-geschützt) zu schicken, und dem Mail-Partner das Passwort auf einem anderen Weg, etwa per Smartphone, mitzuteilen. Dann wissen beide Seiten, dass jetzt eine bestimmte ZIP Datei (auch „Zip-Archiv“ genannt) zugesendet wurde und zu einem bestimmten Vorgang gehört.

Misstrauen Sie Mails grundsätzlich, aber ganz besonders, wenn sie überraschend oder gar bedrohlich daherkommen. Auch unerwartete „Gewinn-Mitteilungen“, Bewerbungen, wenn Sie gerade gar keine Stelle ausgeschrieben haben und Ähnliches sollten Sie grundsätzlich mit Missachtung strafen. Ignorieren Sie, was Ihnen unverlangt zugeschickt wurde.

Wer Ihre Bank oder Ihre Telefongesellschaft ist und welches Amt in Ihrer Stadt Bürger von sich aus kontaktiert, müssen Sie einfach wissen. Wenn etwas Ihnen Angst macht, FRAGEN SIE IMMER NACH und holen Sie sich Rat von Fachleuten.

Manchmal kann schon eine einfache Recherche in einer Suchmaschine wie Google – BEVOR Sie in einer Mail von Unbekannten auf irgend etwas klicken – Sie vor viel, viel Ärger bewahren.