Fehlentwicklungen und Kauf-Warnungen

Notebooks entwickeln gern dramatische Fehler durch die Updates, die Microsoft vom Redmonder Firmensitz schickt.

Manche „Updates“ sind eigentlich eher ein Attentat: da kommt was von weither und macht soviel wie möglich kaputt, wegen einer überholten Ideologie mit Weltmachtanspruch.

Denn BIS ZUM UPDATE hat Ihr Computer perfekt funktioniert.
Nun kam aber das Update-from-Hell und zerschoss, sagen wir mal, wichtige Treiber. Jetzt bootet Windows nicht mehr.

Schon ist der Rechner bei mir, damit ich ihn repariere.

Zweimal diese Woche bei Notebooks erlebt: der entstandene Fehler ist so dramatisch, dass das Dateisystem UND die Partitionstabelle defekt sind. Bei beiden Maschinen, eine von Siemens-Fujitsu und eine von Hewlett-Packard HP, funktionerten nun auch die Wiederherstellungsoptionen nicht mehr.

Auf zwei Einzelfällen kann man keine Statistik aufbauen, das ist mir klar. WAS GENAU kaputt ging, lässt sich mit vertretbarem Aufwand auch nicht klären.

Spannend ist, dass bei BEIDEN Maschinen die Vorgeschichte und der Fehler sehr ähnlich ist. Bei beiden funktioniert nun auch das Booten eines alternativen Betriebssystems vom optischen Laufwerk nicht mehr. Und hier kommt nun meine Kauf-Warnung: beim HP Notebook ist es schier unmöglich, die Festplatte auszubauen. Das Gehäuse ist so verzapft und verzahnt, dass man ohne Dosenöffner gar nicht ans Innere drankommt.

Wirtschaftlich ist das sofort ein Totalschaden, denn es dauert Stunden um Stunden, permanent neue Live-DVDs zu booten und von diesen aus einen wieder neuen Rettungsversuch zu starten. Praktisch ist es nah dran am Totalschaden.

Das Gerät der Firma HP ist nicht beschriftet: keine Modelnummer, keine Bauserie, nichts. N-I-C-H-T-S. Es ist, als schämte man sich, zuzugeben, welche Baureihe man da nun wieder verbrochen hat. Zu öffnen ist es auch nicht in normaler Weise, Schrauben sind unter Verklebungen, die sich nicht schadlos entfernen lassen.

Das ist leider ein Trend bei vielen Computern: manche Devices enthalten modulare Teile wie Arbeitsspeicher, Festplatten und gelegentlich sogar Batterien, die aufgelötet oder verklebt sind. Das erhöht das Ausfallrisiko extrem und mindert genauso extrem den Wert des Rechners.

Bei Mobilgeräten ist die Unreparierbarkeit leider geradezu Standard.

Derartige Entwicklungen klaglos hinzunehmen, ist TEUER. Schaun Sie beim Kauf danach, ob das Gerät sich mit wenig Aufwand updaten lässt („Aufrüstung“), ob die Festplatte, die Arbeitsspeicher-Riegel und die Batterie leicht zugänglich sind und wie das Gehäuse verarbeitet ist. Geräte, die verschweißten Dosen gleichen, sind eben weniger Wert: die Verschleißteile, also Festplatte (HDD) und Arbeitsspeicher (RAM) gehen natürlich irgendwann kaputt. Sie würden ja auch kein Auto kaufen, das Sie komplett wegwerfen müssen, nur weil die Zündkerze oder die Lichtmaschine hin sind.

Weiter geht’s: bei einem der Geräte kriege ich die Festplatte immerhin raus und will sie verarzten. Das alte Windows soll gelöscht werden, was ich fahrlässigerweise unter WINDOWS versuche. Vorher die Datenstrukturen mit CHECKDISK (chkdsk) in Ordnung gebracht, alles lesbar, keine Fehler.

Für 126 GB braucht das Löschen mehrere Stunden. Das ist einfach inakzeptabel, schließlich ist dieses Windows-Löschen auch nicht besser, sicherer oder gründlicher als das Löschen unter LINUX, das nur Sekunden benötigt. Wohlgemerkt, die Platte, um die es geht, ist eine SSD-Festplatte, also neu und superschnell.

Das Fazit für die Praxis lautet: Vorsicht vor reparatur-resistenten Geräten. Denn: die gehen gern, das lehrt die Erfahrung, kurz nach Ablauf der Garantiezeit kaputt…

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