Was am PC übertriebenst ist

Übertriebenst ist das Wort des Moments – Politik, Kriege, Hungersnöte, Dürren und Umweltzerstörung. Jedes einzelne dieser Probleme lässt sich mit übertriebenst bezeichnen.

Fraglich ist, was am Computer übertriebenst ist.

Mobile Geräte sind gut, keine Frage. Dass man uns darüber ORTEN kann, von mir aus. Wer das vermeiden möchte, kann es ja ausschalten… nein. Das ausgeschaltete Handy oder Smartphone lässt sich immer noch orten. Hilft es, das Gerät in eine Blechschachtel zu sperren? Nicht wirklich… es meint dann nämlich, fürchterlich weit vom nächsten Sendemast entfernt zu sein, den es unbedingt erreichen muss. Also fährt es die SENDELEISTUNG hoch, die Blechschachtel wird heiß und der Akku ganz schnell leer. Das einzige, was hilft, ist, den Akku auszubauen.

Und was geschieht? Uns werden demnächst nur noch solche Smartphones verkauft, deren Akku sich nicht mehr entfernen LÄSST. Sie werden nie mehr alleine sein. Und das ist sicher übertriebenst.

Privacy. Auch sie ist gut, auch keine Frage. Leider besteht sie im PC nicht, noch viel weniger im Smartphone. Wenn Sie Ihre eigenen Daten sicher aufbewahren wollen, bleibt Ihnen nur, externe Festplatten zu verwenden. Absolut lebenswichtige Daten, die Sie unbedingt brauchen, sollten Sie in mehreren Gebäuden, vielleicht sogar in unterschiedlichen Städten aufbewahren. Und in mehreren Medien. Und sie regelmäßig neu kopieren. Und in unterschiedlichen Formaten. Und ausgedruckt. Und in Stein gemeiß… nein, halt. Das wäre übertriebenst.

Die übertriebenste Bespitzelung durchs eigene Smartphone lässt sich am besten dadurch abwehren, dass Sie das Gerät nicht mit ins Schlafzimmer nehmen; selbst wenn Sie eine der wunderbaren Hüllen haben, die die Kameras verdecken können, sollten Sie dennoch bedenken, dass das Mikro aus der Ferne aktivierbar ist und die Sammelwut der Geheimdienste keine Grenze kennt.

Schnelligkeit am PC ist auch eine Sache. Die neuen SSDs sind wunderbar, und es kann eine Beschleunigung um den Faktor 5 bis 8 bewirken, das Betriebssystem darauf unterzubringen. Die DATEN würde ich allerdings nicht darauf speichern oder sichern. Denn die SSDs gehen rasch und ANDERS kaputt als die herkömmlichen SATA Platten, die – seien wir ehrlich – sagenhafte Massenspeicher waren und sind. Vielleicht wird man uns die SATA Platten irgendwann gar nicht mehr gönnen – sie sind einfach zu gut. Irgendwann werden die Lobbies das ausschleichen, dann können Sie größere Datenmengen nur noch in der überwachbaren Cloud („Klaut“) aufbewahren. Was ich ebenfalls… übertriebenst fände.

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