Datenbestand auf externer Festplatte

Mehr Privatsphäre mit externen Festplatten
Externe HDDs mit eigenem Stromanschluss sind ein sehr wesentlicher Beitrag zu Ihrer Privatsphäre. Sichern Sie Daten wie Familienfotos und Ihre Musiksammlung auf ZWEI externen Festplatten, die jeweils über einen eigenen Stromanschluss verfügen (dh, die Festplatte hat einen eigenen Stecker, der in die Steckdose gesteckt wird). Schließen Sie diese nur an den Computer an, wenn Sie die entsprechenden Daten brauchen. Das verringert die Chance, dass Sie Opfer von Sabotage und Spionage werden, gewaltig.
Wenn Sie USB3.0-Platten wählen, ist auch die Übertragung größerer Dateien kein größerer Zeitaufwand als bei internen Platten. Falls Ihr Computer über keinen USB 3.0 – Anschluss verfügt, ist dieser Anschluss billig mit einer einfachen Steckkarte nachrüstbar.
Außerdem entschlackt die Auslagerung Ihr Windows-Betriebssystem, so dass Sie keine Platzprobleme bekommen, selbst wenn Sie einen moderneren Rechner mit SSD-Festplatte benutzen.
Die Musiksammlung können Sie im Grunde ebenso auslagern – auch das ist ein wichtiger Teil Ihrer Privatsphäre. Beispielsweise kann Ihr Charakter, Ihre politische Einstellung, Ihre Religion und Ihr Geschlecht, Ihr finanzieller Status und Ihr soziales Umfeld mit einiger Sicherheit an Ihrer Musikauswahl abgelesen werden.
Leider stellen sich viele Programme zur Musikverwaltung hier ausgesprochen stalinistisch an und verweigern es,  Sammlungen an einem anderen Ort als auf „C:“ (unter Windows-Systemen) zu verwalten. Hier hilft es, wenigstens den Gesamtbestand auszulagern und nur die Musik, die wirklich auf Ihr Smartphone soll, auf die eingebaute Festplatte zu legen.
Verschlüsselungen sollten Sie sich gut überlegen: sie brauchen Zeit, haben oft eingebaute Hintertüren und sind schwierig zu verwalten. Obendrein machen sie es geradezu unmöglich, im Fall von Festplattenschäden die Daten wieder herzustellen.
Je kritischer, wichtiger oder geheimer Ihre Daten sind, desto wichtiger ist es, Sie auszulagern bzw. sie nicht permanent mit dem Internet zu verbinden. Zur Übertragung sollten Sie den Zielrechner bei hochkritischen Systemen vom Internet trennen, am besten physikalisch (Kabel ziehen).
Das schafft nur eine relative Sicherheit – ist aber der beste Kompromiss zwischen Praktikabilität und Privacy. Es ist der Unterschied zwischen einem Wasserhahn, der gelegentlich geöffnet wird, und einem permanent offenen Kanalrohr… was glauben Sie, was den Ratten lieber ist?
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