Windows-Systeme sichern

Sehr geehrte(r) User(in),

Computer können kaputtgehen – und dann ist plötzlich „alles weg“. Briefe, Arbeit, Fotos.  Aber auch, Ihr mühsam eingerichtetes Windows neu aufsetzen zu müssen, kann lästig sein – alle Programme neu installieren, alle Einstellungen neu vornehmen…

Daher hier eine kurze Zusammenfassung, was und wie Sie sichern sollten. Die Sicherungsmaßnahmen sind übrigens, falls Sie eine Firma sind, stets Chefsache. Das bedeutet, Sie selbst sind die/der Verantwortliche für Datensicherheit und Datenschutz. Nur, wenn Sie einen ausdrücklichen Vertrag mit einem externen Systemhaus haben – und diesen regelmäßig zahlen – ist gewährleistet, dass jemand anders Ihre Daten sichert. WIE sicher das dann ist, hängt natürlich auch davon ab, was Sie bestellen. Garantiert unterbrechungsfreien Betrieb, 100%ige Datensicherheit und 24/7 Vor-Ort Service haben natürlich ihren Preis.

Sie sollten auch daran denken, dass eine „normale“ Windows-Installation stets anfällig ist. Erst ein speziell gehärtetes System gewährleistet Ihnen eine deutlich höhere Stufe des Schutzes.

Die wichtigsten STANDARD-Sicherungsmaßnahmen sind:

0) Ihre Passwörter, Zugangsdaten, Ihre Installations-CDs oder -Datenträger, Ihre vollständigen Lizenzangaben für ALLE erworbenen Programme und Systeme. Das Windows-Passwort Ihres Computers sollte mit einem Aufkleber an Ihrem PC befestigt sein, am besten bei der Lizenzinformation. Auch ein kleines Buch oder Heft mit den Passworten ist keine schlechte Idee.

Ich weiß. Nun kommt einer Ihrer Bekannten, der sich „unheimlich gut auskennt“, und sagt, dass das ja ein furchtbares Sicherheitsrisiko ist – dass die Passwörter nur verschlüsselt gespeichert werden dürfen, dass sie nicht öffentlich sichtbar sein sollen usw.

Nun, Ihr Bekannter hat Recht. Wenn Sie eine Bank sind oder eine riesige Internetfirma, sollten die Zugangsdaten zu Ihrem Mainframe GEHEIM sein.

Sie , ich muss Sie enttäuschen, SIND aber keine Bank. Nicht wahr? Sie sind eine Privatperson oder ein Kleinbetrieb, unter Umständen noch eine etwas größere Firma mit maximal 50 Arbeitsplätzen. Wenn Sie nämlich mehr Leute hätten, dann haben Sie einen festen oder sogar fest angestellten Netzwerk-Administrator, dessen Beruf es ist, Passwörter zu verwalten.

Da Sie NIEMANDEN dafür bezahlen, die Sache hauptberuflich zu machen, weil an Ihrem Computerarbeitsplatz kein Durchgangsverkehr herrscht und weil, wer in Ihrem Büro ist und unbefugt Ihre Daten will, entweder heimlich speichert oder einfach den PC mitnimmt, ist es einfach Unsinn, Passwörter groß zu verstecken.

Wählen Sie ein SICHERES Passwort. Und das schreiben Sie bitte auf. Und Sie kleben es auf Ihren PC.
1) Nutzerdaten sichern. Am besten kaufen Sie sich einen USB-Stick und kopieren einfach Ihr gesamtes Verzeichnis „Eigene Dateien“ auf den Stick. Achtung, Sticks am PC abmelden, bevor man sie wieder herauszieht! Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie das richtig machen, können Sie den PC normal herunterfahren und den Stick dann aus dem ausgeschalteten Gerät ziehen.
Außerdem sind USB-Sticks nicht gerade Marmor für die Ewigkeit, am besten sichern Sie auf verschiedene Sticks.
Denken Sie daran, dass zu Ihren Dateien nicht nur die Dokumente gehören, sondern auch das, was Sie  downgeloadet oder verzeichnet haben, etwa Bookmarks. Und: unter MS Windows liegt Ihr gesamter E-Mail-Briefverkehr NICHT im Verzeichnis „Dokumente“… wenn Sie „MS Outlook“ verwenden, sollten Sie Ihren Postfach-Inhalt gesondert sichern.

2) Wiederherstellungspunkte setzen
Setzen Sie von Zeit zu Zeit einen Wiederherstellungspunkt. Das geht so: Sie klicken auf das Windows-Logo in der Tastleiste (Win7: der runde Ball in der Ecke Ihres Bildschirms), und in der weißen Eingabezeile des Fensters, das sich öffnet, geben Sie das Wort „Wiederherstellungspunkt“ ein. Klicken Sie dann auf „Wiederherstellungspunkt erstellen“. In dem Fenster, das sich jetzt öffnet, klicken Sie rechts unten auf „Erstellen“. Dann vergeben Sie einen sinnvollen Namen, etwa „PC-Wartung August“ oder ähnlich. Dann nochmals „Erstellen“ klicken.

3) System-Abbild erstellen
Zunächst brauchen Sie ein geeignetes Sicherungs-Medium, also am besten eine externe Festplatte. Ich empfehle „große“ Festplatten mit 3,5″ (Zoll) Laufwerksgröße und eigener Stromversorgung. Das sind Plastikkästchen, die man in jedem Computergeschäft bekommt. Die Speicherkapazität sollte bei ca. 1 TB (Terabyte) liegen, das genügt für Heimanwender. Der Preis soll nicht über EUR 100,- liegen! Nach Kauf einfach in die Steckdose einstecken, mit dem USB-Kabel in den PC einstecken, einschalten.

Abbild erstellen geht so: Sie klicken auf das Windows-Logo in der Tastleiste (Win7: der runde Ball in der Ecke Ihres Bildschirms), und in der weißen Eingabezeile des Fensters, das sich öffnet, geben Sie das Wort „Sicherung“ ein. Es erscheint „Sicherung des Computers erstellen“. Wenn Sie das anklicken, erscheint das Untermenü „Sichern und Wiederherstellen“ der Systemsteuerung. Hier klicken Sie auf „Systemabbild erstellen“ (links oben).
Als Ziellaufwerk wählen Sie Ihre externe Festplatte aus und klicken dann entsprechend der Vorgabe des Programms auf „Erstellen“ bzw. Weiter.

Übrigens gibt es auch die durchaus überlegenswerte Option, Ihre Daten in die Cloud zu sichern. Das ist allerdings datenrechtlich ziemlich bedenklich und soll daher an dieser Stelle nicht vertieft werden. Sind Ihre Daten aber GANZ sicher datenschutzrechtlich harmlos, können Sie es durchaus probieren. Es gibt sogar deutsche Anbieter, die immerhin die Einhaltung der deutschen Gesetze garantieren, und deren Server in Deutschland liegen.

 

Alle Angaben wie stets ohne Gewähr oder Garantie.
Viel Erfolg!

Mit freundlichem Gruß,
Computerwehr

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