Mieser Trick: Unprofessionell aufrüsten

Der „Techniker“ sollte einen Studenten-PC aufrüsten. Er verbaute diverse Gebraucht-Teile, unter anderem nicht zusammenpassende Speicherchips.

Aus meiner Sicht hatte er dabei schlicht seinen Elektro-Schrott gewinnbringend entsorgt.

Die eingebaute Speichermenge ließ sich im 32-Bit System nicht nutzen und war überdies unnötig, da der PC nur zu Schreibzwecken genutzt wurde. Eine zweite Festplatte war als „Datenplatte“ eingebaut worden, wurde aber nicht genutzt und war mit Heißkleber befestigt. Die Kosten für die Aktion lagen nach Aussage des Nutzers bei mehreren hundert Euro. Die danach häufigen Abstürze erklärte der Techniker mit Falschbenutzung durch den Anwender und bot „Schulungen“ an. Irgendwann brannte das Gerät durch.
Nach Kauf eines normal eingerichteten Kaufhaus-Computers hatte der Anwender keine derartigen Probleme mehr.

Tipp: Anwender, die ihre Daten regelmäßig auf externe Datenträger sichern, können mit Gebraucht-Computern viel Geld sparen. Wer Gebrauchtgeräte nutzt, sollte nur gelegentlich Prüftools einsetzen, um die Festplatte zu testen, da HDDs Verschleißteile sind. Und die Datensicherung sollte, wie gesagt, besonders wichtig genommen werden.
Die meisten Festplatten-Hersteller bieten eigene Prüftools an; HDDScan und HDD Health fand ich persönlich ganz in Ordnung. Sie sollten aber versuchen, den Hersteller der Festplatte und den Festplattentyp schon beim Kauf zu beachten und sich – idealerweise – das vom Hersteller empfohlene Tool besorgen.

Ein Wort noch zur Aufrüstung: Speicherriegel nachstecken, eine stärkere Grafikkarte einsetzen und eine SATA- durch eine SSD-Festplatte einsetzen: das sind Aufrüstungs-Maßnahmen, die Sinn haben. In der Praxis kauft man am besten Platine (Motherboard), CPU (Prozessor) und RAM (Arbeitsspeicher) in der vom Fachhändler empfohlenen Konfiguration zusammen. Passen die Komponenten nicht, bremst man das System nur aus – oder erzeugt unvorhersehbare Systemfehler.

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