Sichere Passwörter mit der Initial-Methode

Passwörter sind der Fluch unserer Zeit. Egal, in welche Firma ich komme, immer beginnt die Suche nach Zugangsdaten, Account-Informationen und nicht selten nach dem Provider.

Es ist ein wirklich furchtbarer Fehler, den Namen eines Familienmitglieds zu verwenden. Geburtstagsdaten sind ebenfalls gefährlich, und es ist NICHT originell, sondern FALSCH, eines der folgenden zu benutzen:

– Name des Haustieres
– Name der Firma
– eigene Telefonnummer

Auch wenn es sprachlich weh tut, es gibt Steigerungen von „falsch“. Die eigene EC-Karten-Nummer als Computerpasswort, das möglichst auch noch unter der Tastatur steht, könnte man „falschest“ nennen – und meinen Sie ja nicht, dass ich mir diese Beispiele ausdenke.

Die Gefahr durch unbefugten Zugriff steigt ständig. Damit verschärfen sich auch die Maßstäbe für die Haftung: Ihre Versicherung wird sicher nicht zahlen, wenn ein Schaden entsteht, weil Sie Ihren Vornamen als Passwort nutzen. Ist das wirklich die einzige Zeichenkette, die Sie sich merken können?

Zugegeben, allzu viele Passwörter überfordern jeden. Ein gutes Mittel ist, für unwichtige Kleinigkeiten oder Testzwecke ein Standardpasswort einzurichten (Beispiel: der Bestellservice, bei dem Sie Taschenbücher im Internet AUF RECHNUNG bestellen, bedarf keines hoch komplexen Passworts. Anders sieht die Sache schon aus, wenn ein Service Ihre Kreditkarten-Nummer braucht.)

Wichtige Nummern, WENN Sie sie notieren müssen, sollten sich in einer Liste mit anderen Nummern befinden. Idealerweise im Telefonverzeichnis, das sich in der Nähe des Computers befindet, und unter einem Namen, der nur Ihnen etwas sagt.

Wie aber erreicht man, verschiedene sichere Passwörter verlässlich im Gedächtnis zu speichern?

Die mit Abstand beste Methode ist die Initialen-Methode. Bei dieser wählt man einen Spruch aus, der für einen selbst wichtige Bedeutung hat, und verwendet die Anfangs-Buchstaben der einzelnen Wörter als Passwort.

Das ist leicht zu merken und zuverlässig abzurufen.

Beispiel:
„Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu“

ergibt das vierzehnstellige Passwort:

wdnwdmdtdfakaz

– und damit genügen Sie höchsten Sicherheits-Anforderungen.

Die weit verbreitete Idee, es „müssten“ Sonderzeichen eingefügt werden, ist leider eine Schnapsidee – denn Sonderzeichen werden oft je nach Codepage oder Tastaturlayout nicht korrekt wiedergegeben – was im Ernstfall heißen kann, dass die Systemwiederherstellung versagt.
Ist die Eingabe von Sonderzeichen (oder Zahlen) zwingend vorgeschrieben, können Sie die Initial-Methode sehr einfach um die Eingabe einer vertrauten Zahlenkombination erweitern – und dann schadet es auch nichts, wenn es sich dabei um die Tageszahl Ihres Geburtsdatums handelt.

Paranoikern sei empfohlen, die Initial-Methode zu verwenden und dabei in „Leet“ zu schreiben, also gängige Tauschzeichen zu verwenden („T“ wird zu „7“, „G“ wird zu „6“, das große „i“ wird zu „1“, „A“ wird zu „4“ usw.

Damit ließe sich obiges Passwort so schreiben:

wdnwdmdtdfakaz -> wdnwdmd7df4k4z

…und das ist nun wirklich nicht mehr zu knacken, selbst dann, wenn ein hochbegabter „social hacker“ Ihre Denkgewohnheiten kennt.

In diesem Sinne:
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit extrem sicheren Passwörtern (iwivemesp)

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